Hauße gefahren, da ihme dann etzl(iche) 100 Menschen Begleitet haben; Hierauf dann die Bürgerschafft denen Deputirten nochmahls Befohlen, die Jnquisition zur perfection zubringen. Darauf ist E(in) E(hrbarer) R(at) und Bürgerschafft nach hauße und auseinander gegangen, und ist nichts geschloßen worden anderser, als daß die Deputirten solten mit einer guten verehrung vor ihre große Mühewaltung Begabet werden.
[762] Den 28 July Jst die Löbl(iche) Bürgerschafft abermahls zu Rahthauße versamlet gewesen, und haben die Bürgerschafft vier puncten Bewilliget. Zum ersten. 1.) Das die zwer Waldherren als nemlich Peter Röver und H(err) Peter Meyer sich solten mündl(ich) in gegenwarth der gantzen Löbl(ichen) Bürgerschafft verantworten. 2.) Daß die Gelahrten so Bey der Jnquisition seyn vor Jhrer Mühewaltung mit einem guten Recompense Begabet werden solten. 3.) Weil die Neustädter kirchgeschworne zu St. Michaeli und mit denen auf den Hamburger Berg St. Pauli kirchgeschworne in einem streit waren, wegen daß der erste Pastor auf den Hamburger Berge Todt, und Sie einen andern wehlen wolten; ist des wegen von der Bürgerschafft Beschloßen, daß zu der Pastoren wahl aus der Neustadt solten 8 Stimmen haben, und die auf dem Hamburgerberg auch 8 Stimmen. 4tens ist von der Löbl(iche) Bürgerschafft Beschloßen, weil die Juden sich abermahl von vorgedachten Schluß nicht könten nach kom(m)en, daß geld Jährl(ich) zuzahlen, und sich ausgelaßen, daß sie Lieber aus der Stadt wolten ziehen; darauf die Bürgerschafft Beschloßen, sie solten den 10(ten) Pfennig hierlaßen; so und als dann immerhin ziehen, so ferne sie nicht wolten bey den einmahl gefaßeten Schluß bleiben. E(in) E(hrbarer) Raht hat von diesen 4 Puncten nur einen Confirmiret, alß nehmlich was von den kirchgeschwornen aus der Neustadt und dem Hamburgerberge, von der Bürgerschafft geschloßen ist, und seind des Nachts umb 2 Uhr wieder von einander gegangen.
[763] Den 4(ten) Aug(ust) Jst die Löbl(iche) Bürgerschafft abermahl zu Rahthauße versamlet gewesen, und ist