transkribiert von Mathias Nagel
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Abschnitt 1555-1599 1600-1649 1650-1699


Dekade 1650-1659 1660-1669 1670-1679 1680-1689 1690-1699



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[760] Den 7(ten) July ist die Löbl(iche) Bürgerschafft abermahls bey einander zu Raht hauße gewesen, von des Morgens 11 uhr Biß des Nachts umb 11 uhr, und ist dieses mahl sonderliches nichts vorgefallen als im Nahmen der gantzen Bürgerschafft denen Deputirten Herren und Bürgern durch den oberalten ist anbefohlen, daß sie innerhalb 4 wochen die Jnquisition solten fortsetzen Bey der Herren-Mühle, auch völlig wegen der Banco, und was sonsten noch übrig zu der perfection solten Bringen, und davon der Bürgerschafft Bericht geben. Nachdehm die Bürgerschafft auch ist vorgebracht, daß die großen Eichbäume /:in denen Hamburgern Holtzungen, als nemlich zu Schmahlenbeck, Woltrob, Haußtrop, und Vohltrop:/ würde ausgehauen, die da etzl(iche) 100 Jahre gestanden, und nicht der gemeinde entwendet worden; alß ist den Deputirten Bürgern auch anbefohlen solches Holtz zubesichtigen, und wie solches Befunden; So haben die oberalten abermahls durch den unter küster und kirchen knecht die Löbl(iche) Bürgerschafft vociren Laßen.

[761] Den 14 July ist die Bürgerschafft zu Rahthause in großer Menge erschienen, da sie dann die zwey erwehlten waldt Herren alß Peter Röver und herr Meyer vor sich fordern Laßen, und gefraget wo die Bäume geblieben, so aus denen Hamburger Holtzungen gehäuen, da Er sich dann gar schlecht verantwortet; alß ist er von der Bürgerschafft Suspendiret worden, auch von E(inem) E(hrbaren) R(at) Confirmiret worden, und über 14 Tagen wieder zusam(m)en kommen; so sol wolte herr Peter Röver mit ein Memorial einkom(m)en. Herr Peter Meyer ist auch unter der Crone gefordert worden, und von denen oberalten im Nahmen der Bürgerschafft gefraget worden, wo die Baume aus denen Höltzungen geblieben wären, da Er sich dann ziemlicher maßen entschuldiget, daß er nichts davon wüste, und daß er nicht das geringste mit willen von der gemeinen guthe entwendet hätte, auch mit einem hohen Eyde Bekräfftiget, daß es solte auf seine Seele verbrennen als dasjenige, was mit seinen wißen und willen er der Stadt entwendet, und ist Peter Meyer deshalb diesmahl in sein Stande geblieben, und wieder zum Raht gegangen. Herr Peter Röver aber ist nicht wieder zu E(inem) E(hrbaren) Raht gekom(m)en, sondern von den Bürgern in der Schreiberey gebracht, da er dann etl(iche) Stunde geseßen, und Bey tage sich den in der kutsche gesetzet, und nach seinen